20 Februar 2011 - 20:30

Laut arabischen TV-Kanälen sind Spezialeinheiten der libyschen Armee in der Stadt Benqasi im Osten des Landes auf die Seite der Regimegegner überwechselt.

Wie der TV-Sender Al-Dschasira berichtet, teilte das Militär den Einwohnern mit, dass die Stadt von Gaddafi-treuen Sicherheitskräften frei sei. Außerdem haben sich dem Sender zufolge die größten libyschen Stämme den Gegnern Gaddafis angeschlossen.
Zuvor hatten Einwohner von Benqasi im arabischen Fernsehen berichtet, dass bei den Versuchen der Sicherheitskräfte, den Aufstand niederzuschlagen, mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen seien. Gegen die Oppositionellen haben laut den TV-Berichten nicht nur Angehörige der Sicherheitskräfte, sondern auch ausländische Söldner aus arabischen und afrikanischen Staaten gekämpft.
Zugleich räumen die Medien ein, dass es schwer falle, diese Informationen zu überprüfen, da Libyen praktisch von der Außenwelt abgeschnitten sei.
Die Nutzung von Telefon und Internet in Libyen ist erschwert. Seit dem Beginn der Konfrontation zwischen der Opposition und den Sicherheitskräften verbieten die libyschen Behörden ausländischen Journalisten die Einreise in das Land.
Die Demonstranten in Libyen fordern den Rücktritt von Muammar Gaddafi, der bereits seit über 40 Jahren an der Macht ist.